Hilfsmittel für Senioren

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Die meisten Senioren möchten ihren Lebensabend in der vertrauten Umgebung verbringen und ihre alltäglichen Besorgungen allein erledigen. Doch körperliche Einschränkungen und Krankheiten können die Eigenständigkeit stark einschränken. Hilfsmittel erleichtern den Betroffenen und dem Pflegepersonal viele Tätigkeiten. Es kommt darauf an, für den individuellen Fall die richtigen zu wählen.

Hilfsmittel, die der Fortbewegung dienen

Das regelmäßige Gehen wirkt auf die Gesundheit besser als jede Sportart. Es verbrennt Kalorien, hält die Muskeln und das Herz-Kreislauf-System fit. Man hat es in der frühesten Kindheit erlernt. Im Alter können unterschiedliche Probleme das Gehen erschweren. Dennoch sollten Senioren alles daran setzen, dass diese Fähigkeit nicht verloren geht. Ein Spazierstock oder die Gehstütze können erste Hilfsmittel zur Unterstützung der geschädigten Gliedmaßen sein. Einlagen oder vom Orthopäden angefertigte Schuhe korrigieren diverse Fehlstellungen an den Füßen. Viele Senioren profitieren von Gehhilfen wie dem Rollator, der einerseits mit Haltegriffen und andererseits mit einem Tablett oder Korb ausgestattet ist. So kann der Betroffene kleinere Gegenstände mit sich führen, ohne auf die Stützhilfe verzichten zu müssen. Ist die Fortbewegung mit den beschriebenen Hilfsmitteln nicht mehr möglich, kommt der Rollstuhl in Betracht.

Hilfsmittel zur Erleichterung der Körperhygiene

Sanitäre Hilfsmittel vereinfachen die Durchführung der Körperhygiene. Toilettenaufsätze und Haltegriffe sind insbesondere für Menschen mit Gehbehinderungen und mit einer eingeschränkten Beweglichkeit sehr wichtig. Duschhocker ermöglichen die Körperreinigung im Sitzen. Sie werden nicht nur in der Duschkabine, sondern häufig auch am Waschbecken aufgestellt. Wer auf das Wannenbad nicht verzichten möchte, den Rand der Wanne aber nicht mehr übersteigen kann, besorgt sich bei Bedarf einen Badewannenlift. Für mehr Sicherheit in der Wanne oder in der Duschkabine sorgen Wannen- und Duscheinlagen. Sogenannte Rückencremer funktionieren wie ein verlängerter Arm, der auch die entferntesten Körperstellen erreicht. Ihr Behältnis kann mit einer Pflegecreme befüllt werden. Der Rückencremer ist so konzipiert, dass seine Rollen die Creme auf der Haut verteilen und sie gleichzeitig einmassieren. Der Toilettenstuhl dient als Sitzgelegenheit bei der Körperhygiene. Seine Flächen sind wasserbeständig und leicht zu reinigen. Zudem kann er für den Toilettengang verwendet werden. Die meisten Modelle beinhalten einen Toilettenstuhleimer.

Hilfsmittel für die Küche

Das eigenständige Essen fällt vielen Senioren leichter, wenn sie das entsprechende Besteck und Geschirr zur Verwendung haben. Spezielle Gabeln sind abgewinkelt, Messer besitzen eine kurze Schneide. Tellerränder sind weit nach oben gezogen, damit das Essen nicht verschüttet. Trinkbecher und -tassen können bei Bedarf mit Tüllen ausgestattet werden. Von Letzteren lohnt sich die Anschaffung gleich mehrerer Modelle aus unterschiedlichen Materialien. Vielen Menschen schmeckt der Kaffee aus einer Porzellantasse besser als aus dem Kunststoffbecher. Die Henkel sollten ausreichend groß sein, damit sie sich gut fassen lassen. Die Kleidung lässt sich mit einem Essschutz vor Verunreinigungen schützen. Um auch die oberen Etagen der Küchenschränke nutzen zu können, empfiehlt sich die Verwendung eines Greifarms.

Hilfsmittel, zum besseren Sehen und Hören sowie Alarmknöpfe

Das Sehen und das Hören ist bei älteren Menschen häufig eingeschränkt. Neben Brillen und Lesehilfen können Lupen das Lesen und präzise Arbeiten erleichtern. Letztere müssen nicht zwangsläufig mit der Hand geführt werden. Der Handel bietet Freihandlupen an, die sich an der Brille oder über den Nacken befestigen lassen. Hörverstärker und Hörgeräte ermöglichen das Wahrnehmen von Geräuschen in einer gemäßigten Lautstärke. Ihre Anschaffung sollte bereits dann in Erwägung gezogen werden, wenn die Kommunikationspartner auf das verminderte Hörvermögen aufmerksam machen. Der Betroffene selbst erkennt es häufig nicht, da es sich bei der Schwerhörigkeit um einen schleichenden Vorgang handelt. Letztlich soll der Alarmknopf erwähnt werden, über den im Notfall Hilfe herbeigeholt werden kann.

Fazit

Senioren erfahren in unserem Ratgeber, welche Hilfsmittel im alltäglichen Leben zur Anwendung kommen können und was Sie dabei beachten sollten. Die Kosten für die Anschaffung der oben erwähnten Hilfsmittel werden unter bestimmten Voraussetzungen von der gesetzlichen Pflegekasse übernommen. Hierzu muss der behandelnde Arzt zuvor deren Notwendigkeit bestätigen. Das Rezept ist vor dem Kauf des Hilfsmittels bei der Kasse einzureichen.

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